Über die Verlässlichkeit von Zinsprognosen

Über die Verlässlichkeit von Zinsprognosen

https://www.aktuelle-bauzinsen.info/tendenz-bauzinsen.html

 

Angesichts immer neuer Zins-Tiefststände wurde in den vergangenen Jahren oft eine Zinswende vorhergesagt. Tatsächlich kam es jedoch nur zu begrenzten und vorübergehenden Zinssteigerungen. Dies könnte sich allerdings durch die „Zinswende“, die die US-Notenbank mit ersten Zinserhöhungen bereits eingeleitet hat, auf mittlere und lange Sicht auch in Europa ändern. Die Geldpolitik der Zentralbanken nimmt derzeit entscheidenden Einfluss auf das Zinsniveau. Dabei waren die Notenbanken bislang auf Sonderfaktoren wie die Bankenkrise und die Förderung des Wachstums der Volkswirtschaften fokussiert. Traditionell beachtete real- und geldwirtschaftliche Fakten spielten in den letzten Jahren bei den Zinsentscheidungen der Zentralbanken überwiegend nur eine geringe Rolle. Mit herkömmlichen Instrumenten ließ sich angesichts von Sonderfaktoren und politisch motivierten Notenbank-Entscheidungen das heutige Niedrigzinsniveau kaum vorhersagen. Zudem können unvorhergesehene Ereignisse zuvor schlüssig erscheinende Prognosen zunichtemachen. So neigen nicht nur Verbraucher und Unternehmen, sondern auch sogenannte „Experten“ oder gar „Wirtschaftsweise“ dazu, Entwicklungen der Vergangenheit für die Zukunft fortzuschreiben oder Einflussfaktoren unzutreffend einzuschätzen.“

Tipp: Prognosen immer kritisch zur Kenntnis nehmen

Es ist schwierig bis unmöglich eine „richtige“ Prognose für einen Markt vorzunehmen der auf vielen Einflussfaktoren beruht und dann auch noch durch völlig unvorhersehbarer Ereignisse beeinflusst wird. Eine in der Vergangenheit getroffene Prognose kann dann immer noch als richtig dargestellt werden, obwohl man aufgrund einer anderen Einschätzung der Ereignisse zu dem Ergebnis gekommen ist.

Einflussfaktoren für die Immobilienzinsen

–  Politik der EZB

– expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank

– Rückzug aus dem Ankauf

– Unsicherheitsfaktoren wie die Kriege in der Ostukraine, in Syrien und im Irak

– die Entscheidung Großbritanniens zum Verlassen der Europäischen Union

– die Ungewissheiten über die künftige Politik des  US-Präsidenten

– die Renditen deutscher Staatsanleihen

– wirtschaftliche Entwicklung aller Länder der europäischen Union

– Inflationsrate

Usw. die Liste ist lang und kann beliebig ergänzt werden. Man kann für gewisse Dinge verlässlichere Prognosen treffen, wie für andere nicht. Also muss man am Ende selbst eine Einschätzung vornehmen oder jemanden vertrauen, dass dessen Einschätzung des Marktes richtig ist. Man kann auch alles abwarten, aber auch das ist eine Entscheidung hinter der man stehen sollte.

Schlecht ist es, irgendjemanden für seine Entscheidungen verantwortlich zu machen, egal was man macht.